MultiTrust Capital China News 08/09/2017: Unternehmensnachrichten

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1. AUTOMOBIL

E-Auto Quote in China bereits ab 2018

Das chinesische Industrieministerium wird Ende August sein abschließendes Gesetz über die E-Auto-Quote vorstellen. Womöglich sollten dann, wie im ersten Entwurf des Gesetzes festgehalten, bereits ab 2018 in China sämtliche Fahrzeugbauer eine Mindestquote von 8 Prozent für den Absatz von Elektroautos erfüllen. Die schnelle Einführung einer solchen Quote könnten die deutschen Autohersteller nicht stemmen, argumentierte Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber ihrem Gesprächspartner Xi Jinping. Dieser versprach, man werde den deutschen Autobauern entgegenkommen. Bisher war in dem Gesetz angedacht, dass die deutschen Hersteller faktisch im ersten Jahr von der Quote befreit würden und eine „Nullrunde“ fahren dürften (http://www.faz.net vom 14.08.2017).

Autoabsatz in China im Juli gestiegen

Der Verkauf von Autos legte im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent auf 1,97 Millionen Fahrzeuge zu. Laut der China Association of Automobile Manufacturer (CAAM) wurden in China in den ersten sieben Monaten 2017 4,1 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Jahr zuvor (http://www.automobilwoche.de vom 11.08.2017).

Daimler investiert in chinesisches Start-up im Bereich autonomes Fahren

Im Zuge einer Finanzierungsrunde hat das Stuttgarter Unternehmen sich einen Partner im viel versprechenden chinesischen Markt für selbstfahrende Autos gesucht und 46 Millionen US-Dollar in die Firma Momenta investiert. Die Gesellschaft mit Sitz in Peking bietet Sensoren und Kartensoftware an. Der von Tencent gestützte Hersteller von Elektroautos, NIO, ist ein weiterer Investor. Dieser will 2020 vollständig autonome Pkws in den USA verkaufen (http://www.finanzen.net vom 25.07.2017/ http://www.chinaeconomicreview.com vom 25.07.2017).

Daimler investiert in Batteriefabrik in China

Um das Geschäft mit Elektroautos in China weiter voranzutreiben, baut der Stuttgarter Konzern gemeinsam mit seinem Partner BAIC für fünf Milliarden Renminbi (umgerechnet 655 Millionen Euro) eine Fabrik in Beijing, um Elektroautos zu fertigen und Batterien zu montieren. Im Jahr 2020 soll die Produktion der ersten vollelektrischen Autos anlaufen (http://www.faz.net vom 05.07.2017).

Nissan verkauft Batteriesparte

Der japanische Autohersteller Nissan, der stark auf Elektroautos setzt, teilte mit, dass das Unternehmen die Batteriesparte vom bisherigen Partner NEC komplett übernehmen und diese dann an die chinesische Beteiligungsgesellschaft GSR Capital weiterverkaufen wird. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Unter Berufung auf Insider berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, das der Kaufpreis umgerechnet rund eine Milliarde US-Dollar (850 Mio Euro) betrage. Aus dem Verkauf verbucht der japanische Elektronikkonzern NEC, der 49 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Nissan hält, einen Gewinn von rund 10 Milliarden japanischen Yen (76 Mio Euro). Bis Ende des Jahres soll der Deal abgeschlossen werden, sofern die Kartellbehörden zustimmen (https://www.onvista.de/ vom 08.08.2017).

Bosch investiert in neue Fabrik in China

Um auf eine wachsende Nachfrage in Sachen E-Mobilität zu reagieren, baut Bosch seine Kapazitäten in China aus und investiert rund 100 Millionen Euro in ein neues Werk für Bremskraftverstärker in Nanjing. Diese sind besonders für Elektro-und Hybridfahrzeuge konzipiert. Die Produktion soll laut Unternehmensangaben 2019 anlaufen (https://www.onvista.de vom 01.08.2017).

Brose und Schaeffler bauen E-Mobilität in China aus

An ihren Standorten in China möchten die deutschen Automobilzulieferer Brose und Schaeffler verstärkt auf E-Mobilität setzen. Laur dem Geschäftsführer Jürgen Otto gehe die Brose-Gruppe davon aus, dass die Volksrepublik der Leitmarkt für Elektromobilität wird, daher werde das Unternehmen seine Strategie auf China ausrichten. So sollen eigene Konzepte für die chinesischen Autobauer ausgearbeitet werden, um bei ihnen die gleiche führende Position zu erreichen wie bei anderen Kunden. Der Anteil des Geschäfts mit lokalen Herstellern am China-Umsatz der Gruppe soll sich bis 2025 vervierfachen. In China betreibt Brose zwölf Standorte mit 4000 Mitarbeitern und 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Durch den Aufbau eines zweiten Zentrums für Elektroantriebe will auch Schaeffler seine Position in China stärken. Zukünftig möchte das Unternehmen die Entwicklung von Teilen für Elektroautos in einem eigenen Unternehmensbereich vorantreiben. Ab Anfang 2018 sollen unter dem Dach der Autosparte des Konzerns Komponenten für Hybrid- und reine Elektroantriebe entwickelt und gefertigt werden (http://www.focus.de vom 20.07.2017).

 

2. MASCHINENBAU 

Investitionsprogramm für Kuka

Der Roboterbauer Kuka hat nach der Übernahme durch einen chinesischen Investor ein mehr als 100 Millionen Euro umfassendes Investitionsprogramm für seinen Stammsitz angekündigt. In Augsburg sollen bis 2025 eine Produktionshalle, ein Ausbildungszentrum, ein Büroturm und ein Parkhaus neu entstehen (https://www.kuka.com vom 31.07.2017).

 

3. LUFTFAHRT/RAUMFAHRT

China Eastern steigt bei Air France-KLM ein

China Eastern Airlines und Delta Airlines kaufen sich mit jeweils zehn Prozent beim französisch-niederländischen Konkurrenten Air France-KLM ein. Air France-KLM wird sich gleichzeitig mit 31 Prozent an der britischen Virgin Atlantic beteiligen, die zu 49 Prozent im Besitz von Delta ist. Hier liegt der Kaufpreis bei 220 Millionen britischen Pfund (246 Mio Euro). Der Einstieg von Delta und China Eastern bei Air France-KLM soll durch eine Kapitalerhöhung von 751 Millionen Euro finanziert werden (https://www.derstandard.de vom 27.07.2017).

Airbus erhält Großauftrag aus China

Der europäische Luftfahrtkonzern liefert 140 Flugzeuge nach China. Es ist einer der größten Verträge der vergangenen Jahre für Airbus. Das fast 23 Milliarden Dollar schwere Abkommen wurde im Beisein des chinesischen Präsidenten Xi Jinping von Airbus-Chef Tom Enders und CAS-Vizepräsident Sun Bo in Berlin unterzeichnet. Auch beim Thema Innovation will Airbus die Partnerschaft vertiefen; so soll in China ein Innovationszentrum errichtet werden (https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de vom 05.07.2017).

 

 4. BAU/INFRASTRUKTUR/CHEMIE/HEALTHCARE

Indisches Kabinett verhindert Übernahme von Gland Pharma durch Fosun

Die Akquisition des indischen Pharmaunternehmens Gland Pharma durch Fosun im Umfang von 1,3 Milliarden US-Dollar wurde vom indischen Kabinett nicht gebilligt. Das indische Foreign Investment Promotion Board hatte dem Aufkauf von 86 Prozent der Anteile von Gland Pharma bereits zugestimmt (http://www.chinaeconomicreview.com vom 02.08.2017).

China greift in der Chemie an

China will die Chemieindustrie umbauen. Die Branche soll deutlich umweltfreundlicher, sicherer und zugleich effizienter werden. Die dortige chemisch-pharmazeutische Industrie erzielte 2016 einen Umsatz von 1,7 Billionen Euro und ist damit gut achtmal so groß wie die Chemieindustrie in Deutschland. 33 Prozent der globalen Chemieumsätze entfielen 2016 auf China, 2030 werden es 45 Prozent sein (Handelsblatt vom 14.08.2017).

 

China baut Marktposition aus_HB (1) China baut Marktposition aus_HB (2) China baut Marktposition aus_HB (3)

Quelle: Handelsblatt vom 14.08.2017

Investor aus China sorgt für Streit

Die Hamburger Hafenbehörde löst mit einem Plan Unmut aus: ein fünfter Containerterminal soll her, gebaut von Chinesen. Die China Communications Construction Company Ltd. will ein 42 Hektar großes Gelände gemeinsam mit ZPMC, dem Weltmarktführer für Containerbrücken aus Shanghai, mit einer vollautomatischen Anlage ausrüsten, obwohl in Hamburg umstritten ist, ob überhaupt Bedarf für die zusätzlichen Kapazitäten besteht (Handelsblatt vom 14.-16.07.2017).

5. ERNEUERBARE ENERGIEN/UMWELT/LANDWIRTSCHAFT/NAHRUNG

Abfall Importe nach China werden gestoppt

Die chinesische Führung hat in einem Schreiben an die Welthandelsorganisation (WTO) angekündigt, ab Jahresende die Einfuhr von stark verschmutztem Hausmüll zu verbieten, da es in dem importierten Müll zu viel Abfall gebe, der auch für China unbrauchbar sei und darin zum Teil auch gefährliche Giftstoffe gefunden worden seien. Allein im vergangenen Jahr hat die Volksrepublik rund 7,3 Millionen Tonnen Plastikmüll im Wert von 3,7 Milliarden Dollar eingeführt, was 56 Prozent der weltweiten Einfuhren entspricht. Deutschland hat laut Umweltbundesamt 2014 über 1,12 Millionen Tonnen Müll nach China exportiert, davon 1225 Tonnen Sondermüll. https://www.morgenpost.de vom 25.07.2017).

 

 6. KONSUMGÜTER/IT/TELEKOMMUNIKATION/LOGISTIK

Gewinn von Baidu steigt

Im zweiten Quartal 2017 hat Chinas Suchmaschinenbetreiber Baidu deutlich besser verdient. Zwischen April und Juni verdiente die Firma aus Beijing netto 4,41 Milliarden Yuan (560 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Gewinn um 83,5 Prozent zu. Dies liegt nach Unternehmensangaben vor allem an dem steigenden Geschäft mit Werbung auf mobilen Geräten. Der Umsatz stieg um 14,3 Prozent auf 20,87 Milliarden Yuan (rund 2,65 Milliarden Euro) http://www.handelsblatt.com vom 28.07.2017).

 

Der Angriff der Tech Giganten

Quelle: Handelsblatt vom 14.07.2017

Chinesen kaufen mehr Luxus

Wohlhabende Chinesen kurbeln die Nachfrage nach Luxusgütern weltweit an. Nach einer McKinsey Studie haben sie im vergangenen Jahr 65 Milliarden Euro für Luxusmode, Uhren, Schmuck und Accessoires ausgegeben – ein Drittel des Umsatzes im globalen Luxusmarkt (HB 05:07.2017).

HNA will undurchsichtige Eigentümerstruktur neu ordnen

Ein Sprecher des chinesischen Firmenkonglomerats erklärte, dass eine in New York gegründete gemeinnützige Stiftung namens Hainan Cihang der größte Einzelaktionär des Mischkonzerns werden und zukünftig 29,5 Prozent der Anteile halten solle. Weiter heißt es, dass die Stiftung eine „gemeinnützige Mission“ verfolgen und irgendwann alle Anteile an dem Konglomerat halten werde. Es ist nichts über die Struktur der Stiftung und die internen Entscheidungsbefugnisse bekannt. Wegen seiner intransparenten Unternehmensstruktur steht HNA in der Kritik. Kurz nachdem die EZB bekannt gab, eine Prüfung des Deutsche-Bank Anteilseigners zu erwägen, um seine Zahlungsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu untersuchen, hatte HNA erstmalig Eigentumsverhältnisse offengelegt (https://www.nytimes.com vom 26.07.2017).

Die chinesische Regierung stoppt Outbound Deals von HNA

Auch Chinas Regierung sieht die Einkaufstour von Finanzkonzernen wie HNA mittlerweile kritisch. Weil die Genehmigungen der Behörden für die nötigen Finanztransfers ins Ausland nicht vorliegen, sind zurzeit laut Insidern zwei Zukäufe gestoppt. Hierbei handelt es sich um die 200 Millionen Pfund schwere Übernahme der Londoner International Currency Exchange (ICE) und das Pflichtangebot für die börsennotierte schwedische Hotelkette Rezidor. Die Blockade bei HNA trifft nun erstmals laufende Transaktionen. Insgesamt hat allein HNA in den vergangenen zwei Jahren für 50 Milliarden Dollar im Ausland zugekauft. Davon sind Deals über acht Milliarden Dollar noch nicht geclosed. Das Unternehmen hat schätzungsweise 73 Milliarden Dollar an Schulden durch die weltweite Einkaufstour aufgehäuft (https://de.reuters.com vom 01.08.2017).

 

Facebook App in China umgeht die Zensur

In China hat Facebook die Zensur umgangen und eine Foto-App namens Colorful Balloons mit Hilfe einer lokalen Firma auf den Markt gebracht. Der chinesische Internetmarkt umfasst geschätzte 700 Millionen Nutzer und gilt als der wichtigste potenzielle Zukunftsmarkt auch für westliche Technologieunternehmen. Facebook wollte laut der New York Times mit der App besser verstehen, wie und mit wem chinesische Kunden Fotos teilen (http://www.zeit.de vom 13.08.2017

 

Kooperation von DHL Supply Chain und Shanghai Pharma                     

DHL Supply Chain und Shanghai Pharma, einer der größten börsennotierten Pharmakonzerne Chinas, haben ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet. DHL Supply Chain wird dem Pharma Unternehmen durch Optimierung von Qualitätskontrollen, Verschlankung der Distribution und Stärkung der Compliance mit nationalen und internationalen Vorschriften dabei unterstützen, seine logistische Infrastruktur schnell auf eine globale Expansion vorzubereiten (https://www.dpdhl.com vom 07.08.2017).

Starbucks beschließt größten Zukauf der Unternehmensgeschichte

Die amerikanische Kaffeebar-Kette zahlt etwa 1,3 Mrd. US-$, um die übrigen 50 Prozent seines Joint Ventures in China zu übernehmen. Damit hätte das Unternehmen eine einhundertprozentige Eigentümerschaft von 1.300 Coffee Houses in Shanghai, Jiangsu und in der Provinz Zhejiang. Bis 2021 möchte Starbucks in China 5.000 Stores betreiben. China ist nach den USA der am schnellsten wachsende Markt (http://www.reuters.com vom 27.07.2017).

 

7. FINANZEN

„Black Monday“ in China

Im Juli erlebte China einen weiteren sogenannten “Black Monday” an den Börsen in Shanghai und Shenzhen. Bei mehr als 2.800 Aktien waren die Kurse eingebrochen. Rund 500 Aktien fielen mehr als 10 Prozent ab. Grund für die Unruhe am Aktienmarkt war eine Regierungskonferenz, bei der beschlossen wurde, ein Komitee zu errichten, um die Reguarien des chinesischen Finanzsystems in den nächsten fünf Jahren genau unter die Lupe zu nehmen (http://www.chinaeconomicreview.com vom 18.07.2017).

 

8. ROHSTOFFE/STAHL/ENERGIE

Preis für Kupfer, Eisenerz und Aluminium steigt

Ermutigende chinesische Konjunkturdaten haben den Kupferpreis um bis zu 1,2 Prozent auf 6.400 Dollar je Tonne ansteigen lassen. Das ist der höchste Preis innerhalb der letzten beiden Jahre. Auch der Preis von Eisenerz stieg an der chinesischen Börse um bis zu 7,9 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 570,50 Yuan (72 Dollar) je Tonne (http://www.chinaeconomicreview.com vom 27.07.2017). Auch der Preis für Aluminium hat auf Produktionskürzungen in China reagiert. Erstmals seit Dezember 2014 stieg der Preis für eine Tonne des Leichtmetalls wieder über die Marke von 2.000 US-Dollar je Tonne. In China waren zuvor Produktionsanlagen von den Behörden geschlossen worden, die illegal Aluminium hergestellt hatten (https://www.onvista.de vom 08.08.2017).

 

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