MBL China News 05/2017: Unternehmensnachrichten

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1. AUTOMOBIL

 

Gute Aussichten für deutsche Automobilhersteller

Während der Pkw-Absatz der deutschen Auto-Hersteller in China im Jahr 2010 noch knapp unterhalb der 2 ­Millionen Marke lag, wurden im vergangenen Jahr gut 4,5 Millionen Pkw von deutschen Autobauern in China neu zugelassen (+13 %). Damit liegt der Marktanteil bei gut 19 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt ist im ersten Quartal des laufenden Jahres auf 5,8 Millionen Neuwagen gestiegen, das entspricht einem Plus von sechs Prozent (http://motorzeitung.de vom 19.04.2017).

Deutsche Autos in China_Handelsblatt 20.04.2017

Quelle: Handelsblatt vom 20.04.2017

 

Daimler will Position in China weiter ausbauen

Um dies zu erreichen, sucht das Unternehmen in bestimmten Bereichen nach neuen Partnern, u.a. führt Daimler zurzeit Gespräche mit dem lokalen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing, der wichtigste Anbieter von Ride-Hailing Diensten in China (http://www.kfz-betrieb.vogel.de vom 19.04.2017).

 

VW will bereits 2018 erstes elektrisches Fahrzeug auf dem chinesischen Markt verkaufen

VW Vorstand Jochem Heizmann kündigte an, dass das VW-Modell das erste von einer Reihe von Elektro-Modellen des Konzerns für den chinesischen Markt sein werde. Produziert wird das Modell gemeinsam mit dem chinesischen Partner JAC  (http://www.manager-magazin.de vom 19.04.2017).

 

Peugeot kündigt Sparkurs für China an

Um das schwächelnde China ­Geschäft wieder zu stärken, will die künftige Opel­-Mutter Peugeot für China ein “neues Geschäftsmodell” implementieren und Kostensenkungen vornehmen. 2016 musste PSA Peugeot Citroen in China einen Absatzeinbruch verkraften, während der Gesamtmarkt um 15 Prozent zulegte (http://www.wiwo.del vom 18.04.2017).

 

Bosch verkauft Geschäftssparte nach China

Der Automobilzulieferer Bosch bestätigt, dass seine traditionsreiche Anlassersparte für 545 Millionen Euro an ein Konsortium aus China verkauft werden soll. Das Konsortium besteht aus dem Zulieferer ZMJ, Kapitalgeber ist die Investmentfirma China Renaissance Capital Investment (CRCI). Die Sparte produziert unter anderem auch Start-Stopp-Systeme, kleine Elektromotoren und Mild-Hybrid-Komponenten. Die Tochter hat knapp 7.000 Mitarbeiter, etwa 1000 in Deutschland (http://www.handelsblatt.com vom 01.05.2017).

 

Continental investiert verstärkt in Mobilitätsdienste

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat mit dem Unternehmen China Unicom Smart Connection, einer Tochter des Mobilfunkanbieters China Unicom, einen Vertrag für ein strategisches Gemeinschaftsunternehmen unterzeichnet. Das Unternehmen will künftig auch in China verstärkt mit Mobilitätsdiensten Geld verdienen. Es geht dabei den Angaben der beiden Unternehmen zufolge, um Dienste und Anwendungen für Fahrzeugdaten sowie Software für vernetzte Fahrzeuge. Beide Unternehmen sind zu je 50 Prozent am neuen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt (http://www.finanzen.net vom 19.04.2017).

 

Hella erweitert Produktionskapazitäten in China

In Wuqing, einer Stadt nahe Tianjin, errichtet die Beijing Hella Bhap Automotive Lighting, ein Joint Venture von Hella und der zur BAIC­-Gruppe gehörenden Beijing Hainachuan Automotive Parts Co Ltd, ein Werk für hochmoderne Lichtsysteme. Die Produktion soll im Oktober aufgenommen werden (http://www.finanzen.net vom 20.04.2017).

 

Hyundai und Kia in China unter Druck

Aufgrund der Streitigkeiten zwischen China und Südkorea in Folge der Stationierung eines US- Raketensystems in Südkorea, hat Peking einen Boykottaufruf für südkoreanische Produkte gestartet, der besonders den Autobauer Hyundai und dessen Tochter Kia unter Druck setzt. Im März habe der Konzern in China einen Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent erlitten (http://www.handelsblatt.com vom 04.04.2017).

 

Tesla will internationales Geschäft weiter ausbauen

Um das Geschäft von Tesla auf internationaler Ebene weiter auszudehnen, reiste Elon Musk, Gründer und CEO des Unternehmens, nach China. Dort traf er den stellvertretendem Regierungschef Chinas, Wang Yang. Dies sei das erste Treffen Wangs mit nur einem einzelnen Firmenvertreter aus der Automobilbranche gewesen, betonte Li Anding, ehemaliger Automobil-Reporter von Xinhua. Chinas Wertschätzung gegenüber Tesla sei durch diese persönliche Einladung zum Ausdruck gekommen. Tesla konnte im Jahr 2016 einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar in China vermelden. Zurzeit produziert Tesla noch nicht in China (https://www.emobilitaetonline.de vom 01.05.2017).

 

2. MASCHINENBAU 

 

Thyssen Krupp baut neue Produktionsanlagen in China

Der deutsche multinationale Mischkonzern ThyssenKrupp AG hat bekanntgegeben, in Chinas Changzhou National Hi-Tech District (CND) zwei neue Produktionsanlagen zu bauen. Dabei handelt es sich um ein Joint Venture mit dem chinesischen Autoteilehersteller Fawer Automotive Parts Limited und der Phase-3-Nockenwellenfertigung des Unternehmens (http://www.finanzen.ch vom 29.04.2017).

 

3. LUFTFAHRT/RAUMFAHRT

 

Erster chinesischer Raumfrachter ins All geschossen

Vom neuen Weltraumbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan hat China einen ersten Raumfrachter ins All geschossen, der für die Versorgung der geplanten Raumstation notwendig ist. Auf Chinas erstem unbemannten Nachschubflug soll “Tianzhou 1″ (Himmlisches Schiff) drei Kopplungs-Manöver mit dem kleinen Raumlabor “Tiangong 2″ (Himmelspalast) absolvieren, das gegenwärtig die Erde umkreist. Bis 2022 will die Volksrepublik China eine chinesische Raumstation fertigstellen (http://www.sueddeutsche.de vom 20.04.2017).

Griff nach den Sternen_20.04.2017

Quelle: Handelsblatt vom 19.04.2017

 

Airbus plant R&D in China

Zukunftstechnologien des Luftfahrt-­ und Rüstungskonzerns Airbus sollen womöglich zukünftig auch in China entwickelt werden. “Man kann China nicht ignorieren. Es ist klar, dass wir für Innovation eine Präsenz in China haben müssen”, zitiert die “Financial Times” Airbus Technikchef Paul Eremenko (http://www.airliners.de vom 04.04.2017).

 

 4. BAU/INFRASTRUKTUR/CHEMIE/HEALTHCARE

 

Sonderwirtschaftszone „Xiongan“

Nach der Ankündigung der chinesischen Regierung die neue Sonderwirtschaftszone „Xiongan“ in der Provinz Hebei, 130 Kilometer südwestlich von Peking zu errichten, spielen die Staatsmedien verrückt und Anleger sind begeistert, da die Börsenpreise für Aktien von 40 Zementherstellern, Stahlproduzenten und anderen Profiteuren des Präsidentenprojekts um 10 Prozent angestiegen sind. Jedoch wurden auch bereits sieben Personen im Zusammenhang mit Verstößen bei Immobiliengeschäften in der Region festgenommen. Zuletzt sind durch die Ankündigung der neuen Sonderwirtschaftszone, die Immobilienpreise vor Ort in die Höhe geschossen (http://www.faz.net vom 07.04.2017, http://news.xinhuanet.com vom 05.04.2017).

 

5. ERNEUERBARE ENERGIEN/UMWELT/LANDWIRTSCHAFT/NAHRUNG

China beim Ausbau erneuerbarer Energien auf gutem Weg

Aus einer Analyse, welche die Allianz Climate Solutions GmbH, eine Forschungseinheit des Allianz-Konzerns,gemeinsam mit dem deutschen New Climate Institute und der Umweltorganisation Germanwatch erstellt hat, geht hervor, dass Chinas Ausbau der erneuerbaren Energien zügig verlaufe. So sei die Politik auf diesem Gebiet angemessen und zuverlässig. Von 2015 auf 2016 stieg die Strommenge in China, die mit Windkraft erzeugt wurde, um 30 Prozent. Der Solarstrom legte sogar um 72 Prozent zu. Der Verbrauch an Kohle ging dagegen das dritte Jahr in Folge zurück. Im Rahmen des Pariser Abkommens, hatte die Volksrepublik zugesagt, bis 2030 mindestens 20 Prozent der Energie mit erneuerbaren Quellen zu erzeugen, ab 2030 sollen die CO2-Emissionen des Landes sinken. Laut der Studie könne China diese Ziele leicht erfüllen (http://www.sueddeutsche.de vom 20.04.2017).

 

Schnelle Ausweitung von Aldi Süd Angebot in China

Nachdem Aldi Süd nun offiziell seine Online Shops in China gestartet hat, soll das Produktangebot nun rasch erweitert werden. Es sei geplant, dass das vor allem auf Weine, Snack- und Frühstücksprodukte konzentrierte Angebot noch in diesem Jahr signifikant ausgebaut wird, beispielsweise mit Bier- und Babyprodukten (http://www.onvista.de vom 27.04.2017).

 

 6. KONSUMGÜTER/IT/TELEKOMMUNIKATION/LOGISTIK

 

Neues Geld für Didi Chuxing

Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing hat sich weitere 5,5 Milliarden US-Dollar (5,05 Mrd Euro) bei Investoren besorgt, um die internationale Expansion und die Entwicklung von Roboterwagen-Technologie zu finanzieren. Die Gesamtbewertung der Firma beläuft sich nun auf 50 Milliarden Dollar. Unter den Didi-Geldgebern in der aktuellen Runde sind den Berichten zufolge der Finanzinvestor Silver Lake Partners, der japanische Technologiekonzern Softbank und die chinesische Bank of Communications (http://www.onvista.de vom 29.04.2017).

 

Digitale Zahlungen in China stark gestiegen

Laut einem aktuellen UN-Papier, wurden in China über Alipay und WeChat Pay im Jahr 2016 2,9 Billionen US-Dollar an digitalen Zahlungen abgewickelt. Dies entspricht einer 20-fachen Steigerung in den vergangenen vier Jahren (http://www.finanzen.net vom 19.04.2017).

 

SSI Schäfer eröffnet Technologiezentrum in China

Der Intralogistik-Spezialist eröffnet als erstes Unternehmen der Branche in Kunshan bei Shanghai ein 6.000 m² großes Technologiezentrum für den chinesischen Markt. Für SSI Schäfer stellt die Anlage mit Showroom, Convention Center und Entwicklungsabteilung einen wesentlichen strategischen Faktor zum Erschließen des dortigen Wachstumsmarktes dar (http://www.neue-verpackung.de vom 28.04.2017).

 

7. FINANZEN

Zusammenarbeit zwischen Weltbank und AIIB wird verstärkt

Die Weltbank und die von China geführte Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) haben eine Vereinbarung unterschrieben, die die Zusammenarbeit weiter verstärken soll. Dabei geht es unter anderem um den Austausch von Informationen und Personal sowie die Finanzierung von Entwicklungsprojekten. Seit einem Jahr arbeiten die beiden Institutionen bereits zusammen und haben gemeinsam fünf Projekte finanziert (http://www.chinaeconomicreview.com  vom 24.04.2017).

 

Schwäbisch Hall baut China Geschäft aus

Laut Vorstandschef Reinhard Klein will die Bausparkasse Schwäbisch Hall bis 2018 Bausparverträge in vier statt bisher zwei Regionen anbieten. Die Genehmigungen der Behörden seien hierfür noch notwendig. Seit 2004 ist Schwäbisch Hall in China präsent, an dem Gemeinschafsunternehmen SinoGerman Bausparkasse Co. Ltd. mit seinen 1100 Mitarbeitern hält das Institut etwa ein Viertel der Anteile. Die China Construction Bank ist das Partnerunternehmen. Tätig ist das Unternehmen bisher in Tianjin und Chongqing, nun sollen noch die ostchinesischen Metropolen Dalian und Jinan hinzukommen (http://www.onvista.de vom 16.04.2017).

 

Skandal bei der Minsheng Bank

Die Minsheng-Bank hat als eine der grössten sich im Privatbesitz befindenden Banken Chinas bisher einen guten Leumund genossen. Jedoch ereignete sich in der Pekinger Niederlassung Hangtianqiao ein Skandal, der der Bank einen schweren Imageschaden zugefügt hat. Nichtexistierende Vermögensverwaltungsprodukte wurden an wohlhabende Kunden verkauft. Der Schaden beläuft sich auf etwa 436 Millionen US-Dollar. Die an der Spitze der Niederlassung Hangtianqiao stehende Mangerin Zhang Ying (1982) steht im Mittelpunkt des Skandals und wurde bereits verhaftet (http://www.chinaeconomicreview.com vom 20.04.2017).

 

8. ROHSTOFFE/STAHL/ENERGIE

 

Goldnachfrage in China gestiegen

Die private Goldnachfrage ist im ersten Quartal 2017 in China um knapp 15 Prozent angestiegen. Die Goldproduktion ging dagegen um 9 Prozent zurück (http://www.goldreporter.de vom 28.04.2017).

 

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